Sanacorp-Fall wird neu aufgerollt

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Die Sanacorp hatte sich auf ein Positionspapier des Phagro bezogen, wonach eine naturwissenschaftliche oder pharmazeutische Ausbildung der verantwortlichen Person nicht notwendig sei. Auch die Großhandelsverordnung (AM-HandelsV) verlange nicht, dass die zuständige Person bei der Implementierung und Aufrechterhaltung eines Qualitätssicherungssystems etwa selbst die Standards aufstelle. Produkte mit vergleichbaren Lager- und Transportbedingungen aufzuteilen, könne auch ein Mitarbeiter ohne Staatsexamen, so das Argument.

Das OVG verlangte dagegen Kenntnisse im Umgang mit Arzneimitteln, die in etwa in einer pharmazeutischen Berufsausbildung vermittelt würden. Die Benennung sei „nicht bloße Formsache“, schließlich müsse sich die verantwortliche Person um das QMS kümmern und über die Verkehrsfähigkeit bestimmter Arzneimittel entscheiden.

Zwar könnten einzelne Aufgaben übertragen werden, nicht aber die Verantwortung. In den GDP-Leitlinien werde ein abgeschlossenes Pharmaziestudium als „wünschenswert“ genannt. Diese Sachkenntnis könne im Einzelfall etwa auch „durch eine langjährige einschlägige Berufserfahrung und berufsbegleitende Schulungen oder Fortbildungen“ erworben werden.

 

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