Hennrich zum Apothekenhonorar

„Es werden keine großen Summen sein“

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„Ich gehe davon aus, dass wir beim Bewertungsverfahren nach AMNOG nachjustieren“, so Hennrich. Diskutiert würden mehrere Lösungsvorschläge, „die wir noch abstimmen müssen“. Klar sei aber, „dass wir weg müssen von der wirtschaftlichsten Vergleichstherapie“, sagte Hennrich. „Das müssen wir in der Tendenz etwas aufweichen, damit wir bei chronischen Erkrankungen neuen Arzneimitteln nicht den Weg versperren. Sonst wäre es für die Hersteller relativ uninteressant, für die großen Volkskrankheiten neue Arzneimittel anzubieten. Das wollen wir nicht.“

Als Beispiel nannte Hennrich Diabetes. Auch neue Arzneimittel könnten die Krankheit nicht heilen: „Der Patient bleibt trotzdem Diabetiker, seine Lebenserwartung steigt wahrscheinlich auch nicht. Aber er kann mit dem neuen Arzneimittel besser leben“, so Hennrich. Es sei jedoch sehr schwierig, den Fortschritt an einer besseren Lebensqualität festzumachen. „Das müssen wir uns noch einmal genau anschauen. Ich gehe davon aus, dass wir das am Preis festmachen und den Herstellern etwas mehr Spielraum lassen.“

Wesentliches Thema des Pharmadialogs seien Innovationen „und wie diese beim Patienten über Verordnungen ankommen“. Der DAK-Report habe kürzlich belegt, dass Arzneimittel trotz positiven Zusatznutzens oftmals nicht verordnet würden. „Hier müssen wir ein System zur Information der Ärzte etablieren und gleichzeitig die Sorge vor Regress nehmen“, kündigte Hennrich an.

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