Hennrich zum Apothekenhonorar

„Es werden keine großen Summen sein“

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Die Zukunft der gesetzlichen Importquote für Arzneimittel ist laut Hennrich ungewiss: „Außer den Importeuren gibt es niemanden mehr, der für die Importquote kämpft“, so der CDU-Gesundheitsexperte. Auch bei den Krankenkassen sei die Begeisterung für Importquoten nicht mehr sehr groß. „Für wen machen wir das noch?“ Diskutiert werde über eine Veränderung, die zu höheren Einsparungen bei den Krankenkassen führe. „Mein Vorschlag ist ja: 15 Prozent statt 15 Euro Preisdifferenz.“ Er könne sich vorstellen, dass es hier Veränderungen geben wird: „Eigentlich ist das nicht mehr zeitgemäß.“

Die Gesundheitspolitiker der Union haben auch das Schiedsstellenverfahren zu Formretaxationen im Blick. Hennrich: „Wir beobachten das sehr aufmerksam. Ich sehe jetzt Bewegung auf Seiten der Kassen. Wir werden uns den Schiedsspruch ansehen und prüfen, ob es gesetzgeberischen Handlungsbedarf gibt.“

Im Zentrum der Arzneimittelgesetzgebung stehen nach Aussage Hennrichs Korrekturen am AMNOG. Dazu lägen Vorschläge auf dem Tisch. Hennrich: „Bei chronischen Erkrankungen haben es die Hersteller schwer, neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen.“ Das liege an der gesetzlich vorgegebenen Bewertung neuer Arzneimittel anhand von Evidenznachweisen ebenso wie am Bezug zur wirtschaftlichsten Vergleichstherapie.

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