Rabatt adé: ABDA kämpft für Skonti

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Selbst bei Grippeimpfstoffen ist die Austauschbarkeit nur eingeschränkt gegeben, da beispielsweise unterschiedliche Darreichungsformen bestehen und auch hier der Arzt einen bestimmten Impfstoff aufgrund einer besonderen Indikation ausgewählt haben könne. Aus diesen Gründen sei die Begrenzung der Kostenübernahme auf den Preis des „zweitgünstigsten Herstellers“ zumindest dann nicht sachgerecht, wenn die Apotheke diesen Hersteller aufgrund der ärztlichen Verordnung nicht auswählen dürfe.

„Die Kostenübernahme der Krankenkassen muss sich in diesem Fall auf den verordneten, teureren Impfstoff erstrecken“, so die ABDA. Unabhängig davon sei der Begriff des „zweitgünstigsten Herstellers“ als Bezugspunkt der Auswahl zu ungenau. Der Vergleich müsse immer mindestens auch den konkreten Impfstoff, die Darreichungsform, die Packungsgröße und die verordnete Menge berücksichtigen. Ferner sollte in Angleichung an die arzneimittelrechtlichen Begriffe nicht vom „Hersteller“, sondern vom „pharmazeutischen Unternehmer“ gesprochen werden.

Die Formulierung des Entwurfs könnte das Missverständnis erzeugen, dass die Krankenkasse lediglich die Kosten bis zum Herstellerabgabepreis erstattet. Damit bliebe der Zuschlag der Apotheken für ihre Leistung bei der Abgabe unberücksichtigt. Es müsse klargestellt werden, dass die Krankenkasse „mindestens die Kosten für Impfstoffe mit dem günstigsten und dem zweitgünstigsten Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers übernimmt“.

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