Hecken: Erstattung für Homöopathie verbieten

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Fast zwei Drittel der Deutschen hätten schon einmal ein homöopathisches Mittel ausprobiert, so die Reporter. Auch die Zeit der Selbstzahler scheint vorbei – etwa 80 verschiedene Krankenkassen erstatten einen Teil der verordneten Medikation durch einen entsprechenden Arzt.

Wie heikel das Thema ist, spürte kürzlich die Techniker Krankenkasse. In der vergangenen Woche löste der Kostenträger auf Twitter einen Shitstorm aus. Die TK gehört zu den Kassen, die homöopathische Behandlungen unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt. Ein Nutzer wollte bei Twitter um kurz vor 23 Uhr von der Kasse wissen: „Liebe Techniker, können Sie mir als Versichertem saubere, wissenschaftliche Studien nennen, die die Wirksamkeit von Homöopathie belegen?“

Die Kasse antwortete schon um 1 Uhr früh mit einer Gegenfrage: „Lieber @IlloSZ, können Sie uns saubere, wissenschaftliche Studien nennen, die die Nicht-Wirksamkeit von Homöopathie belegen?“ Was folgte war ein Sturm der Empörung – viele Nutzer in den sozialen Medien kritisieren, dass die Kasse Leistungen bezahlt, deren Wirkung nicht belegt sei. Und sie lieferten zahlreiche Beispiele für Präparate oder Leistungen, die sie nun auch gerne erstattet bekämen. Die TK versuchte die Wogen mit der Erkenntnis „Homöopathie polarisiert“ zu glätten. Zudem entschuldigte man sich für den eigenen Tweet.

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