Großhändler: Keine Sicherheit bei Rx-Versand

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Die lückenlose Einhaltung der Temperaturvorschriften im pharmazeutischen Großhandel erfolge auf der Basis der Good Distribution Practice (GDP) Vorgaben der Europäischen Kommission und der entsprechenden deutschen Gesetzgebung. Völlig anders sei die Situation im Versandhandel: Die Ware werde zum Transport an einen Kurierdienst übergeben und zunächst in ein Verteilzentrum transportiert, das in der Regel nicht temperiert sei.

Von dort werde die Sendung in Auslieferfahrzeuge verladen, die ebenfalls meist nicht klimatisiert, oft aber über viele Stunden unterwegs seien. An einem heißen Hochsommertag erreichten die Temperaturen im Laderaum eines solchen Fahrzeugs leicht weit mehr als 40 Grad Celsius. „Im ungünstigsten Fall kann die Sendung nicht zugestellt werden und das Arzneimittel kehrt nach acht bis zehn Stunden Hitzefahrt in ein Verteilzentrum zurück. Am folgenden Tag beginnt die Prozedur erneut – oder der Empfänger kann sich die Sendung in einem Shop abholen. Auch diese sind in der Regel nicht klimatisiert“, beschreibt der Phagro den Ablauf im Versandhandel.

Abgesehen von den Risiken aus unkontrollierten Transportbedingungen biete der Versand von Arzneimitteln auch keinen zeitlichen Vorteil für die Patienten. Einsendung des Rezepts, Bearbeitung und Versandweg des Medikaments erfordern durchschnittlich ein bis zwei Tage. In einer öffentlichen Apotheke, die aus dem Großhandel täglich mehrfach unverzüglich und bedarfsgerecht beliefert wird, erhalte der Patient sein Medikament in aller Regel innerhalb weniger Stunden.

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