Pflegeversicherung

CDU-Papier: Reha vor Pflege dpa, 13.03.2016 11:09 Uhr



Der Ausschuss schlägt vor, die Finanzierung von Reha-Maßnahmen für Pflegebedürftige auf die Pflegeversicherung zu übertragen. Im Gegenzug sollten medizinische Behandlungen im Pflegeheim von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden, und zwar als unbürokratische Pauschalzahlung an die Pflegeversicherung.

Die medizinische Behandlungspflege in den stationären Einrichtungen macht gut zwei Milliarden Euro aus. Das wäre dann die Summe, die die GKV pauschal an die Pflegeversicherung zahlen müsste. 2014 etwa habe der Medizinische Dienst der Krankenkassen bei rund 1,3 Millionen Begutachtungen für die soziale Pflegeversicherung nur etwa 0,5 Prozent Reha-Empfehlungen ausgesprochen. Reha-Leistungen seien derzeit vor allem auf die Anschlussbehandlung nach einem Krankenhausaufenthalt ausgerichtet, so der CDU-Fachausschuss in dem Papier.

Die CDU wolle auch angesichts des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ und dem überwiegenden Wunsch älterer Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können, ambulante Reha-Leistungen weiter ausbauen. „Bei Menschen, die bereits pflegebedürftig sind, muss es unser Anspruch sein, alle Maßnahmen zu ergreifen, die einer Verbesserung der Fähigkeiten und der Selbstständigkeit dienen oder eine Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit verhindern“, heißt es in dem Papier.
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