OTC-Ausnahmeliste

BSG: Mistel nur am Lebensende

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Doch das BSG bestätigte 2011 den Ausschluss: Die Richter stellten klar, dass Homöopathika und Anthroposophika nur dann zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden können, wenn sie in der OTC-Ausnahmeliste aufgeführt sind. Damals ging es um das Mistelpräparat Helixor des gleichnamigen Herstellers. Vom G-BA gab es im April 2012 einen neuerlichen Beschluss: Nur in der palliativen Therapie dürfen anthroposophische Mistelpräparate zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden.

In dem aktuellen Verfahren ging es daher auch um die Legitimation des G-BA. Für das BSG war das allerdings keine Frage: Der G-BA verfüge „über eine hinreichende demokratische Legitimation, durch Richtlinien festzulegen, welche nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten, zur Anwendung bei diesen Erkrankungen mit Begründung vom Vertragsarzt ausnahmsweise verordnet werden können“.

Die Abverkäufe bei den Mistelpräparaten schrumpfen bereits seit Jahren. Laut Arzneiverordnungsreport sind die Verordnungen seit dem Höhepunkt mit 23 Millionen Tagesdosen (DDD) im Jahr 1999 um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. 2014 wurden noch knapp vier Millionen DDD verordnet.

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