Organspende: Interesse so stark wie nie

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Wird einer Spende zugestimmt, informiert das Krankenhaus die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Diese koordiniert die Organspende, unterstützt wo notwendig und begleitet den Prozess bis zum Transport des Spenderorgans zum Empfänger. Außerdem sendet die die erforderlichen medizinischen Daten der Spender an die Vermittlungsstelle Eurotransplant für die Zuteilung der Organe an die passenden Patienten.

Wann kommt ein Organ in Frage?

Um festzustellen, ob ein gespendetes Organ für den Empfänger in Frage kommt, werden verschiedene Tests durchgeführt: Die Organe werden zum einen medizinisch untersucht. Dabei werden Gewebemerkmale – die sogenannten „HLA-Antigene“ festgestellt und ein Blutgruppentest durchgeführt. Teilweise spielen auch Körpergröße, Alter und Gewicht eine Rolle. Sind alle Kriterien erfüllt, kann das Organ entnommen werden. Dies geschieht unter ähnlichen Bedingungen, wie bei einer OP eines lebenden Menschen. Allerdings bekommt der Spender keine Narkose oder Schmerzmittel verabreicht, da durch den Hirntod ohnehin keine Schmerzwahrnehmung mehr stattfinden kann. Es werden jedoch Medikamente verabreicht, die die Reflexe auf Rückenmarksebene hemmen, um unwillkürliche Bewegungen durch noch vorhandene Impulse zu verhindern.

Nach der Entnahme werden die Wunden verschlossen, die Geräte abgestellt und der Leichnam wie üblich zur Bestattung übergeben, damit die Angehörigen Abschied nehmen können. Da das Organ nach der Entfernung aus dem Körper von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten ist, muss es danach schnell gehen. Der Empfänger wird daher rechtzeitig informiert und bereits auf den Eingriff vorbereitet. Die Zeit zwischen Entnahme und Transplantation nennt man „Ischämiezeit“ – sie ist für das Spenderorgan kritisch, da die fehlende Durchblutung das Organ schädigen kann. Die Organe werden während dieser Zeit konserviert und gekühlt und dann unmittelbar an den Empfänger weitergeleitet.

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