Zweites Quartal 2019

Notdienstpauschale sinkt auf 284,34 Euro APOTHEKE ADHOC, 11.09.2019 11:56 Uhr

Im gesamten Jahr 2018 haben die Apotheken insgesamt 114 Millionen Euro zusätzlich für Notdienste erhalten. Die durchschnittliche Pauschale für eine „Schicht“ beträgt also 281,01 Euro. Den NNF gibt es jetzt seit fünf Jahren. Die Politik hatte den Apothekern zur Stärkung gerade ländlicher Apotheken mit vielen Notdiensten einen Zuschuss von 120 Millionen Euro versprochen. Dieser wurde bislang noch in keinem Jahr erreicht, im Rahmen des Apothekenstärkungsgesetzes von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wir aber über eine Erhöhung der Pauschale nachgedacht.

Im Gesamtjahr 2018 haben die Apotheken exakt 726.373.378 Packungen abgegeben, die für den Fonds relevant sind, verschreibungspflichtige Lifestyle-Präparate fallen zum Beispiel heraus. Die Einnahmen des NNF beliefen sich entsprechend auf etwas mehr als 116 Millionen Euro, leicht über dem Wert von 2017. Davon müssen noch die Verwaltungsausgaben in Höhe von 2 Millionen Euro angezogen werden, die 2018 5,5 Prozent über dem Vorjahr lagen. Die Personalausgaben schlagen hier mit 780.000 Euro zu Buche. Damit blieben zum Verteilen an die Apotheker unter dem Strich exakt 114.229.676,83 Euro übrig. Verteilt auf die 406.558 geleisteten Notdienste ergab sich im Durchschnitt die Notdienstpauschale von 281,01 Euro. Der Wert schwankt naturgemäß von Quartal zu Quartal und bewegte sich im Jahr 2018 zwischen 291,78 (Q1) und 268,14 (Q3).

Im vergangenen Jahr hatte die durchschnittliche Notdienstpauschale 275,02 Euro betragen. Der Anstieg um 2,2 Prozent ist auf den leichten Anstieg bei den NNF-relevanten abgegebenen Packungen (+0,54 Prozent) sowie einem leichten Rückgang der insgesamt geleisteten Notdienste (-0,91 Prozent) zurückzuführen. Zu Bedenken gilt dabei, dass Teildienste im NNF-System nicht berücksichtigt und vergütet werden. In der NNF Statistik stehen 373 Schließungen von Apotheken nur 112 Neueröffnungen gegenüber, in 621 Fällen gab es einen Inhaberwechsel.

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