Nimm zwei

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Ein weiteres Problem, das die Apotheker vor Ort gefühlt immer öfter belastet, sind die Lieferengpässe. „Es gibt wohl keine Apotheke, die noch nie mit Lieferengpässen zu tun hatte“, sagte Milz. Besonders groß seien die Probleme bei Impfstoffen. Den Grund sieht die Apothekerin in der Globalisierung der Arzneimittelherstellung. „Wenn die Produktion in Indien ist und ein Haus abbrennt, kann ein Medikament eben nicht geliefert werden“, sagte sie.

Nach Auffassung von Vogler sind Lieferengpässe in erster Linie durch die Bildung von Oligo- und Monopolen in der Arzneimittelversorgung begründet. Diese werden von Rabattverträgen zusätzlich gefördert, so die Politikerin. Sie seien kein geeignetes Mittel um Patienten sicher zu versorgen.

„Die große Koalition hätte die Legislaturperiode dazu nutzen sollen, Krankenkassen zu einer Mehrfachvergabe zu verpflichten“, kritisierte sie. Auch eine für Unternehmen verpflichtende Vorratshaltung wäre ein probates Mittel, um Lieferengpässe zu vermeiden. Michalk verteidigte hingegen die Rabattverträge. Ohnehin habe man sie inzwischen in einigen sensiblen Bereichen beispielsweise bei den Impfstoffen und Zytostatika aufgehoben.

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