Nimm zwei

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In diesem Zusammenhang gelte es auch, über das Honorar der Apotheker zu diskutieren. „Wir haben schon einige Verbesserungen beispielsweise bei den Rezepturen durchgesetzt“, sagt Michalk. Ein vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten soll eine Basis für eine weiter gehende Debatte werden. Das Gutachten soll laut Michalk im Herbst vorgestellt werden. „Die Leistung der Apotheker, die im Gesamtsystem eine wichtige Rolle spielen, muss honoriert werden“, sagt sie. Auch Vogler befürwortet eine Honorarreform. Ihrer Auffassung nach sollte das Honorar künftig nicht mehr an die abgegebenen Packungen gebunden werden.

Kiefer kündigte an, einen Vorschlag der Apotheker zu einer Honorarreform vorlegen zu wollen. Den Vorstellungen der Arbeittsgruppe nach soll ein Grundhonorar bestehen bleiben und um „zusätzliche Wahlelemente“, wie beispielsweise Medikationsmanagement oder Präventionsarbeit ergänzt werden.

Dafür benötige man aber teilweise eine Änderung des Präventionsgesetzes, forderte Milz. Obwohl die Apotheker häufig Prävention betreiben, werden sie nicht honoriert, weil sie im Gesetz nicht als Leistungserbringer erfasst sind. „Dabei haben wir in mehreren Studien nachgewiesen, dass Apotheker eine sehr effektive Präventionsarbeit leisten“, sagte sie. Das Präventionsgesetz sei tatsächlich sehr ärztezentriert, räumte Vogler ein. Auch Michalk sprach sich dafür aus, dass alle Akteure vor Ort in die Prävention eingebunden werden sollten.

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