MVDA: Müssen uns dem Wandel stellen

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Der Belieferungsweg Versand ist eine sinnvolle Ergänzung des Botendienstes und nicht auf Ausnahmefälle beschränkt. Mit der Begrenzung auf 25 Kilometer Umkreis haben wir einen Vorschlag gemacht, der die enge Beziehung zwischen der Vor-Ort-Apotheke und dem Patienten unterstreichen soll. Weitere Kriterien sind die Belieferung mit BTM-, Kühl-Arzneimitteln, Anfertigung von Individual-Rezepturen, Notdienst und Notfalldepot. Die Summe dieser Kriterien erfüllt nur eine vollversorgende Vor-Ort-Apotheke und kein teilversorgender und rosinenpickender Versandhandel. Aus Patientensicht ist die derzeitige Botendienst-Regelung ohnehin nicht mehr zeitgemäß aufgrund eines sich verändernden Kundenverhaltens. Auch nimmt der Anteil immobiler Patienten zu.

Es ist im Übrigen auch nicht nachvollziehbar, warum der pharmazeutische Großhandel für Kurzstreckenbelieferungen Kühlfahrzeuge nutzen muss, während die Versender Arzneimittel für mehrere Tage ohne thermische Mindestvorgaben quer durch die Republik oder gar über Landesgrenzen hinweg verschicken dürfen.

ADHOC: Inwiefern war der Vorschlag von Ex-Gesundheitsminister Gröhe zum Botendienst zielführend?
WICHT: Die Entkopplung der Botentätigkeit von einer pharmazeutischen Qualifikation des Boten war ein Schritt in die richtige Richtung, aber er ging von einer Umsetzung des nachhaltigen Rx-Versandverbotes aus.

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