Apotheker als Arztassistenten

, Uhr



Die Apotheker hatten bis zuletzt für eine stärkere Einbindung in den Medikationsplan gekämpft. Doch dem Vernehmen nach gab es im Bundesgesundheitsministerium (BMG) Vorbehalte. Fritz Becker, Chef des Deutschen Apothekerverbands (DAV) hatte kritisiert, dass die Kompetenz und Erfahrung der Apotheker nicht abgerufen werde. „Wenn im Gesetz abschließend eine Leistungspflicht definiert wird, die auf der ärztlichen Seite honoriert wird, auf der apothekerlichen Seite aber nicht, dann ist etwas faul“, moniert Becker.

Die Regierungsfraktionen von Union und SPD haben das E-Health-Gesetz am Vormittag gegen die Stimmen der Linksfraktion durchgewinkt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. Sämtliche Änderungsanträge der Koalitionsfraktionen zu Details des Gesetzentwurfs wurden ebenfalls angenommen. Am Donnerstag soll das Gesetz im Plenum des Bundestages beschlossen werden soll.

Anträge der Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen fanden im Ausschuss keine Mehrheit. Die Linke hatte in ihrem Antrag verlangt, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) zu stoppen und stattdessen „patientenorientierte Alternativen“ zu entwickeln. Die Grünen wollten mit ihrem Antrag unter anderem eine Ausdehnung der Telematikinfrastruktur auf andere Gesundheitsberufe wie etwa die Pflege sowie ein Prüfsiegel für die rund 400.000 Gesundheits-Apps erreichen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»