Letzte Sonntagsfrage aus der Apotheke

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Union und Grüne konnten im Vergleich zur aposcope-Umfrage vor einem Monat etwas zulegen, während die SPD ihr Ergebnis nur gehalten hat. Großer Gewinner ist auch in diesem Vergleich die FDP, die von 6 auf 14 Prozent springt.

Noch nie gab es so kurz vor einer Bundestagswahl noch so viele denkbare Regierungskoalitionen. Die meisten Umfrageteilnehmer:innen sind bei der Frage nach ihrer Wunschkoalition allerdings noch unentschlossen (18,5 Prozent). Zwar favorisieren 14,9 Prozent ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP, für eine Zweierkonstellation – zumal für diese – dürfte es aber kaum reichen.

Unter den wahrscheinlicheren Bündnissen aus drei Parteien liegt die „Ampel“ (SPD/FDP/Grüne) mit 11,7 Prozent in der Gunst der Apothekenteams knapp vor einer rot-rot-grünen Koalition unter Beteiligung der Linken (10,7 Prozent). Eine „Deutschland-Koalition“ (Union/SPD/FDP) wünschen sich nur 8,8 Prozent, eine Fortsetzung der Großen Koalition 7,5 Prozent und „Jamaika“ (Union/Grüne/FDP) 7,1 Prozent.

Nach der Koalitionsbildung kommt die Ressortverteilung und die Apothekenteams schielen natürlich besonders gespannt darauf, welche Partei das Bundesgesundheitsministerium (BMG) künftig führt. Die Union liegt mit 27 Prozent in der Umfrage deutlich vorn, es folgen SPD (16 Prozent), FDP (11 Prozent) und Die Linke (6,8 Prozent). Auffällig: Den Grünen wollen nur 5,8 Prozent das BMG anvertrauen, obwohl deutlich mehr Apotheker:innen und PTA diese Partei wählen wollen.

Viele Stimmen sind schon vergeben: 42 Prozent der Befragten haben schon per Briefwahl gewählt, weitere 14,8 Prozent wollen das in den nächsten Tagen tun. Es bleibt aber spannend bis zum letzten Tag, denn 39,5 Prozent der Teilnehmer:innen wollen am Sonntag in die Wahlkabine gehen.

An der aposcope-Umfrage nahmen am 20. September insgesamt 308 Apothekenleiter:innen, angestellte Approbierte und PTA teil.

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