Konzept für elektronische Patientenakte steht

, Uhr

Schließlich sollen auch die Versicherten ein eigenes Fach bekommen, in dem sie beispielsweise Fitnessdaten hinterlegen können, die sie mit einer Smartphone-App messen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Aufgabe, Details zur Speicherung der medizinischen Daten „im Benehmen“ mit anderen Leistungserbringern wie den Krankenhäusern sowie dem GKV-Spitzenverband festzulegen. Die Formate sollen sich dabei an internationalen Standards orientieren. Die Datenhoheit liegt bei den Patienten: Sie entscheiden, wer auf welche Informationen zugreifen darf. Wechseln sie die Kasse, können sie sämtliche Daten in eine neue Akte mitnehmen.

Verschiedene Krankenkassen haben bereits eigenen ePA entwickelt: Mehrere gesetzliche und private Krankenkassen haben sich mit über die App „Vivy“ zusammengetan. Darüber sollen Patienten etwa Befunde, Laborwerte und Notfalldaten speichern und abrufen können. Zu den Kassen gehören Allianz, DAK, Bahn BKK, IKK Classic, Barmenia, Gothaer und die Süddeutsche Krankenversicherung. Auch die TK und das AOK-Lager bieten eigene ePA-Apps an.

Die Vernetzung der auf Ärzte, Krankenhäuser und Kassen verstreuten Patientendaten ist in Deutschland schwer im Verzug. Die Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte und der Aufbau des Datennetzes verschlangen seit 2004 mehr als 2,7 Milliarden Euro. Die mehr als 70 Millionen Kassenpatienten in Deutschland tragen die Chipkarte bereits seit Jahren mit sich herum, ohne dass sie davon einen Mehrwert hätten.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort
Gesundheitspolitischer Sprecher der Union
Sorge (CDU): Jagdkurs statt Bundestagsdebatte »
Weiteres
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»