Importquote

Kohlpharma: Ärzte sollten über Rabattverträge nachdenken APOTHEKE ADHOC, 17.09.2018 13:57 Uhr

DAV, AOK-Baden-Württemberg und die Kassenärzte des Landes kritisierten, dass sich aus einem Instrument zur bescheidenen Ausgabensteuerung längst eine „planwirtschaftliche Subventionsgarantie“ für eine Handvoll Reimporteure entwickelt habe. Es existierten weitaus wirkungsvollere und intelligentere Instrumente zur Ausgabensteuerung. Um die Ineffizienz der Quote zu belegen, führte die AOK Zahlen aus Baden-Württemberg an.

So habe alleine die AOK in den Jahren 2016 und 2017 über den Reimport jeweils rund 7 Millionen Euro eingespart. Die Einsparungen durch die Arzneimittelrabattverträge – Hermanns „Baby“, wenn man so sagen darf – bewegten sich „in ganz anderen Dimensionen“: So hätten die Versicherten durch sie allein im vergangenen Jahr 227,5 Millionen Euro eingespart. Für das gesamte AOK-System seien es im gleichen Jahr 1,66 Milliarden Euro gewesen. Auf die ganze Bundesrepublik und alle Kassen gerechnet stünden laut Berechnungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstitutes (DAPI) 120 Millionen Euro durch die Importquote rund 4 Milliarden durch Rabattverträge gegenüber.

Auf die Arzneimittelsicherheit hob Becker ab. Er forderte mehr Freiheiten für die Pharmazeuten. „Jeder Apotheker braucht ausreichend Spielraum, um sich bei Sicherheitsbedenken im Einzelfall gegen ein Importmedikament entscheiden zu können“, sagte Becker: „Die Importquotenpflicht im Sozialgesetzbuch lässt sich kurzfristig mithilfe des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) streichen.“ Metke pflichtete beiden bei und beteuerte, zu Gesprächen über andere Maßnahmen zur Ausgabensteuerung bereit zu sein. Die Ärzte begrüßten „die Maßnahme, die darauf hinwirkt, dass Patienten sichere Arzneimittel bekommen“, so Metke.

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