Lieferengpässe

Klinikapotheken: Abnahmegarantie und Premiumpreise APOTHEKE ADHOC, 09.10.2019 10:27 Uhr

Vereinbarte Volumina sollen von der Apotheke dann auch tatsächlich abgenommen werden, die Hersteller erhalten also belastbare Abnahmeprognosen. „Das macht eine sicherere Produktionsplanung möglich“, so Pro Generika. Außerdem soll sich in den vereinbarten Preisen widerspiegeln, wenn ein Hersteller besondere Vorkehrungen für seine Lieferfähigkeit trifft und etwa mehrere Produktionslinien und Lieferanten nutzt oder zusätzliuche Lagerkapazitäten für bestimmte Käufer vorhält. Bei einem hohen Arzneimittelbedarf sollten Verträge mit mehreren Herstellern geschlossen werden, die wiederum ihre Wirkstoffe und Zwischenprodukte aus unterschiedlichen Quellen beziehen.

Die Empfehlungen wurden laut Pro Generika lange und intensiv diskutiert und sollen vor allem für versorgungsrelevante Arzneimittel gelten – also für Wirkstoffe ohne gleichwertige Alternative, die innerhalb von 24 Stunden benötigt werden, dem Therapiestandard entsprechen oder in den Leitlinien empfohlen werden und bei deren Fehlen sich die Prognose eines Patienten verschlechtert.

Auch wenn die Empfehlungen keine Rechtswirkung haben, will der Jour Fixe nachhalten, inwieweit die Kriterien selbst zu einer Verbesserung der Situation im Klinikgeschäft beitragen.

Im Frühjahr hatte das BfArM die Meldeverfahren für Lieferengpässe umgestellt und mit einer neuen Datenbank verbessert. Die Verpflichtung der Hersteller, Lieferengpässe bei versorgungsrelevanten Wirkstoffen zu melden, war ein Ergebnis des ersten Pharmadialoges. Die Verpflichtung bezieht sich auf die Wirkstofflisten, die das BfArM veröffentlicht und die auf der Grundlage der Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften und der WHO zusammengestellt wurden. Auf Hinweis des Jour Fixes betrifft diese Selbstverpflichtung besonders diejenigen Arzneimittel, bei denen es bereits zu einer Marktverengung gekommen ist.

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