Digitalisierung

Kassen-Update für Oma und Opa Lothar Klein, 14.10.2019 11:56 Uhr

„Die Krankenkassen werden verpflichtet, Angebote zur Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz vorzusehen. Die Angebote sollen die Versicherten dazu befähigen, selbstbestimmte Entscheidungen über den Einsatz digitaler Innovationen im Rahmen der Krankenbehandlung zu treffen“, so der Änderungsantrag. Mit dem Begriff der digitalen oder telemedizinischen Anwendungen und Verfahren würden dabei wesentliche Anwendungsfälle der Digitalisierung wie Telemedizin, digitale Medizinprodukte, die Nutzung der elektronischen Patientenakte oder sonstige IT-gestützte Verfahren erfasst. Die von den Krankenkassen vorzusehenden Leistungen sollten daher den spezifischen gesundheitsbezogenen Einsatz entsprechender Technologie und Verfahren beinhalten. Auch relevante Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit können thematisiert werden. Unzulässig sind allerdings allgemeine Computerkurse und ähnliches ohne konkreten Bezug zu einem gesundheitsbezogenen Einsatz.

Neben externen Experten müssen die Kassen auch eigene Fachleute in die Schulungen einbinden. Dadurch sei sicherzustellen, „dass mit Blick auf die Schulungsinhalte auch Aspekte der praktischen Nutzbarkeit für Anwendungsszenarien in der ambulanten, stationären und nachstationären Versorgung hinreichend abgedeckt werden.“ Mittels des zusätzlichen Einbezugs sozialwissenschaftlichen und informationstechnologischen Sachverstands solle eine bedarfsgerechte Entwicklung des Angebots anhand des aktuellen Stands der technischen Entwicklung gewährleistet werden. Der GKV-Spitzenverband muss die Bundesregierung alle zwei Jahre darüber informieren, wie und in welchem Umfang die Kassen solche Kurse anbieten.

In ihrer Stellungnahme zum DVG äußerte die ABDA erneut Zweifel, dass die Frist für den Anschluss aller Apotheken an die TI der Gematik bis Ende September 2020 eingehalten werden kann: Es müsse berücksichtigt werden, dass die Apotheken auf das Angebot entsprechender Soft- und Hardware angewiesen seien. „Insbesondere vor dem Hintergrund fehlender eHealth-Konnektoren, deren Bereitstellung durch den ersten Anbieter derzeit frühestens im ersten Quartal 2020 erwartet wird, kann durch die Leistungserbringer nicht sichergestellt werden, dass bis zum 30. September 2020 Apotheken an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind“, so die ABDA. Wenn die Konnektoren im 1. Quartal 2020 bereitgestellt würden, müssten vor deren Zulassung noch die vorgesehenen Feldtests durchgeführt und danach eventuelle Nachbesserungen vorgenommen werden. Wenn dann weitere Anbieter aus der Industrie in ausreichender Zahl anböten, sei unter Berücksichtigung der Kapazitäten der Apothekensoftwarehäuser die technische Implementierung der Komponenten in Apotheken und deren Anbindung an die TI „frühestens zum 31. Dezember 2020 denkbar“.

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