TK schüchtert Patienten ein

, Uhr



Die TK versuche nun, sich gegen derartige Ausnahmen zu sperren, sagt Süß. Betroffene hätten ihm die Vorgehensweise des Fachzentrums übereinstimmend geschildert: Legten Versicherte gegen Ablehnungsbescheide Widerspruch ein, würden sie von Mitarbeitern angerufen und eingeschüchtert, berichtet Süß. „Einer Patientin wurde gesagt, dass die entsprechenden Hilfsmittel doch auch bei dm oder Rossmann im Sortiment seien.“

Den Betroffenen sei zudem vorgeworfen worden, sich schlecht informiert zu haben. Nur noch Vertragspartner der TK seien zur Versorgung berechtigt. „Das stimmt nicht“, betont Süß. Stattdessen vernachlässige die Kasse ihre Versorgungspflicht, wenn sie die Kosten der Hilfsmittel nicht übernehme oder nicht konkret einen vertraglichen Leistungserbringer benenne, der die geforderten Windeln anbiete.

Schriftlich sei von der TK bisher kein Bescheid zu den Widersprüchen der Versicherten gekommen. „Die TK will das aussitzen“, vermutet Süß. Denn ein Bescheid könne rechtlich angefochten werden. Wird der Widerspruch nicht bearbeitet, hängen die Patienten in der Luft. Zudem sind sie auf die Hilfsmittel angewiesen – und sie müssen die Kosten bis zur Entscheidung der TK selbst vorschießen. „Das können sich viele Inkontinenzpatienten nicht leisten, daher steigen sie doch in die Verträge der TK ein“, so Süß.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Übelkeit, Durchfall & Co. im Sommer
Wenn die Hitze auf den Magen schlägt»
Die Psyche übernimmt das Kommando
Wenn der Stress auf den Magen schlägt»