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Im Vertrauen: Kauf meine Apotheke lieber nicht... Alexander Müller, 06.12.2018 10:21 Uhr

Dabei sind die Apotheker was ihren Betrieb betrifft ganz zufrieden mit dem zur Neige gehenden Jahr: 69 Prozent sagen, dass das Jahr gut für die eigene Apotheke war. Auffällig ist, dass die Ränder „stimme vollkommen zu“ und „stimme überhaupt nicht zu“ bei den Inhabern deutlich stärker besetzt sind als bei den angestellten Pharmazeuten: 8 Prozent sind total zufrieden, 10 gänzlich enttäuscht. Unter den Angestellten sind dies nur 2 beziehungsweise 0 Prozent.

Wie gewöhnlich fällt die Bewertung der eigenen Situation insgesamt deutlich positiver aus als für die Branche – was auch immer das über die Objektivität sagt. Jedenfalls stimmen nur 28 Prozent der Aussage zu, dass 2018 ein gutes Jahr für die Apotheken insgesamt war. Zwei Drittel sehen die Branche auf einem absteigenden Ast. ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hatte schon im Vorfeld des diesjährigen Apothekertags die Stimmungslage der Kollegen so zusammengefasst: „Pessimistisch wird in die Zukunft geblickt.“

Und tatsächlich: Wenn sich die Apotheker etwas zu Weihnachten wünschen dürften, stünde das Rx-Versandverbot (36 Prozent) immer noch ganz oben auf der Liste, gefolgt von einer Honorarerhöhung um einen Euro (26 Prozent). Stichwort Fachkräftemangel: Ein zusätzlicher Approbierter, der alle Dienste übernimmt, wäre für 12,5 Prozent der sehnlichste Wunsch. 8 Prozent wünschen sich ein Jahr lang nur freundliche Kunden, erst danach folgt die Aufhebung der Importquote (7 Prozent). Rabattverträge mit einer flexibilisierten Umsetzung fänden 6 Prozent schön.

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