In Baden-Württemberg hatte sich die AOK 2012 auch an Rabattverträgen über andere Impfstoffe versucht, darunter Windpocken, FSME und Meningokokken. Die Ärzte wurden aufgefordert, entweder den jeweiligen Rabattimpfstoff oder produktneutral „Impfstoff gegen...“ zu verordnen. In diesem Fall mussten die Apotheker anhand eines Plakats herausfinden, welcher Impfstoff für den Arzt der jeweiligen Region abgegeben werden durfte. Dagegen klagte eine Apothekerin und bekam im Oktober vom Sozialgericht Stuttgart recht. Die AOK legte Berufung ein, nun muss sich das Landessozialgericht mit dem Fall befassen.

Für die Grippesaison 2017/2018 haben auch die Krankenkassen in Niedersachsen schon vorgesorgt. Sie haben Anfang 2016 Zwei-Jahres-Verträge mit Sanofi Pasteur MSD und Mylan geschlossen, die noch bis Ende Juni 2018 gelten.

Mylan, Sanofi Pasteur MSD und bioCSL sind die Gewinner der Ausschreibungen für die kommende Grippesaison: Mylan hat bislang in jedem Bundesland einen Zuschlag erhalten.Der US-Generikahersteller hatte 2014 die Generikasparte von Abbott übernommen, inklusive des Grippeimpfstoffs Influvac. Sanofi Pasteur MSD liefert in Hamburg und Thüringen, bioCSL kommt in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt zum Zug. Niedersachsen und Sachsen sind bislang die einzigen Bundesländer, in denen alle drei Hersteller aktiv sind.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres
Kriedel: „Er tritt die Motivationsbremse noch weiter durch“
Ärzte rechnen mit Spahn ab: „Grenze des Machbaren weit überschritten“»
„Versuchskaninchen im Gesundheitswesen“
E-Rezept: Ärzte wollen Einführung mit Petition stoppen»
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»
Aktienrückkauf abgeschlossen
Roche und Novartis trennen sich»
Homöopathika-Hersteller zeigt Flagge
DHU wirbt für Covid-19-Impfung»