Hersteller fürchten höhere Rabatte

, Uhr

Weniger ablehnend, aber immer noch kritisch reagiert der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Auch er lehnt die geplanten Rabattregelungen als „investitionsfeindliche Maßnahmen“ ab. „Neue Arzneimittel müssen in Deutschland weiterhin schnell verfügbar sein“, so der Vorsitzende, Dr. Hans-Georg Feldmeier. „Die aktuelle Corona-Krise belegt, wie wichtig ein innovationsoffenes System für die schnelle Verfügbarkeit von Arzneimitteln ist. Hier setzt die neue Koalition falsche Signale.“ Gleichzeitig zeigt sich der BPI sich aber erfreut über Signale, die eine Stärkung des Pharmastandortes Deutschland ermöglichen sollen und begrüße das Ziel der Entbürokratisierung.

Die seien jedoch noch zu schwammig formuliert: „Die heute im Koalitionsvertrag beschlossenen Maßnahmen bleiben in einigen Teilen unkonkret und lassen unterschiedliche Interpretationen zu“, so Feldmeier. „Wir werden die Herausforderungen einer ökologischen Neuausrichtung der Gesellschaft und sichere Lieferketten nur erreichen, wenn es dafür verlässliche Rahmenbedingungen und auskömmliche Preise für alle Arzneimitteltherapien gibt.“

Vorsichtig positiv zeigt sich hingegen der Verband Pro Generika: „Wir sehen die Intention der neuen Ampelregierung, den ohnehin extremen Kostendruck im Generikamarkt nicht durch weitere gesetzliche Maßnahmen zu verschärfen“, so Geschäftsführer Bork Bretthauer. „Das ist ein wichtiges Signal für die Grundversorgung.“ Gleichzeitig müsse man aber festhalten, dass der Kostendruck auf Generika nach wie vor zu hoch sei – „so hoch, dass er die Versorgungssicherheit gefährdet“. Die neue Regierung müsse deshalb im Verlauf ihrer Amtszeit Wege finden, den Kostendruck zu reduzieren und die Versorgung wieder zu stabilisieren.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Mögliche Einführung im Februar
Scholz für Impfpflicht »
Corona-Maßnahmen voll ausschöpfen
Lindner sieht Länder in der Pflicht »
15 Uhr: Ampel präsentiert Koalitionsvertrag
BMG geht an SPD »
Mehr aus Ressort
„Scharfes Schwert, aber verhältnismäßig“
Auch Lindner für Impfpflicht »
Forderung von Unternehmern und Verbänden
Impfpflicht als „einzige Perspektive“ »
Weiteres
„Interessiert an weiteren Rezepten?“
Teleclinic/DocMorris: Mit E-Rezept auf Apotheken-Akquise»
Overwiening kritisiert Lobbygeschenk an Versender
E-Rezept: „Ohne Rücksicht auf Praxistauglichkeit“»
Zu wenig Softwareanbieter und Kassen
E-Rezept: Gematik klagt über geringe Beteiligung»
„Scharfes Schwert, aber verhältnismäßig“
Auch Lindner für Impfpflicht»
Forderung von Unternehmern und Verbänden
Impfpflicht als „einzige Perspektive“»