Kinderarzneimittel

Grüne kritisieren Nurofen-Kampagne APOTHEKE ADHOC, 13.03.2018 15:22 Uhr

Außerdem fragt die Fraktion, ob die Bundesregierung beabsichtige, Präparate für Kinder mit Doxylamin, Diphenhydraminat oder Dimenhydrinat der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht hatte vergangenen Sommer einen Rx-Switch für Doxylamin empfohlen.

Die Regierung soll auflisten, welche Informationen sie zu Werbekampagnen für OTC-Kinderarzneimittel in Printmedien, Radio, TV und Internet hat. Auch zu gesponserten Beiträgen auf Elternblogs oder Social-Media-Kanälen sowie zur Verteilung von Werbematerial in Kindergärten erbittet die Fraktion Auskunft.

Die Grünen befürchten offenbar, durch die Werbung könnte es zu einer vorschnellen, nicht indikationsgerechten Gabe von Arzneimitteln kommen; alternative Arten der Symptomlinderung könnten von den Eltern weniger in Erwägung gezogen werden und Ursachenbekämpfung könnte zugunsten von Symptomlinderung vernachlässigt werden. Zu all diesen Punkten soll sich die Bundesregierung äußern. Apotheken stehen ebenfalls im Fokus der Fraktion. Sie will wissen, ob es Hinweise darauf gibt, dass Apotheken frei verkäufliche Arzneimittel für Kinder empfehlen, die aus pädiatrischer Sicht ungeeignet oder nutzlos sind. Erst vor Kurzem hatten die Grünen die Regierung zu möglichen Risiken des pflanzlichen Magenmittels Iberogast gelöchert.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte