Grippeimpfstoffe: Spahn ruft Versorgungsmangel aus

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Als mögliche Ursachen für die aktuellen Lieferengpässe nennt das BMG:

  • Direktverträge zwischen Krankenkassen und Apothekern
  • Überbevorratung von Impfstoffen in manchen Arztpraxen und Apotheken
  • Verspätete Bestellung von Impfstoffen durch Apotheker und Ärzte
  • Höhere Nachfrage aufgrund der letzten, schwer verlaufenen Grippesaison

Dass ein Versorgungsmangel ausgerufen werden kann, ist im Arzneimittelgesetz (AMG) geregelt: Droht ein Versorgungsmangel bei „Arzneimitteln, die zur Vorbeugung oder Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen benötigt werden“, können die Behörden im Einzelfall etwa befristet den Vertrieb nicht zugelassener Präparate genehmigen. Dasselbe gilt für das Auftreten einer „bedrohlichen übertragbaren Krankheit, deren Ausbreitung eine sofortige und das übliche Maß erheblich überschreitende Bereitstellung von spezifischen Arzneimitteln erforderlich macht“.

Bislang hat das BMG den Notstand erst ein paar Mal ausgerufen: Als in Westafrika Ebola ausbrach und im Jahr 2014 erste Fälle auch in Deutschland gemeldet wurden, erteilte das BMG die Ermächtigung, „eine Vorbeugung oder Behandlung mit experimentellen Arzneimitteln zu ermöglichen“. Gemeint war damals die Nutzung des Serums von geheilten Patienten (Rekonvaleszentenserum) zur passiven Immunisierung akut Erkrankter. Dazu kam es jedoch nicht.

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