Influenza

Grippeimpfstoffe: Spahn geht gegen Engpässe vor

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Bis zum 2. November wurden vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) 15,7 Millionen Impfdosen freigegeben. Die Menge erreicht das Niveau der Saison 2016/17 und liegt noch unter Vorjahresniveau. „Es gibt eine Ungleichverteilung, woran das liegt, können wir nicht sagen“, so die Sprecherin. Es gebe jedes Jahr Berichte über regionale Lieferengpässe und dennoch bleibe jedes Jahr nach Ende der Saison Impfstoff übrig.

Warum in einigen Regionen Grippeimpfstoffe knapp sind, lässt sich nur vermuten. Möglich sind jedoch verschiedene Gründe wie das Verbot der Rabattverträge, das juristische Gezerre um den Apothekervertrag der AOK Nordost sowie lange unklare Preise. Dies könnte für Zurückhaltung bei der Vorbestellung der saisonalen Grippeimpfstoffe gesorgt haben. Das Risiko, auf den Impfdosen sitzen zu bleiben, wollte schließlich niemand übernehmen. Dazu kam das Warten erst auf die Ständige Impfstoffkommission (STIKO), dann auf den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Als klar war, dass die quadrivalente Vakzine zum Leistungskatalog der Kassen gehört, blieb den Herstellern nur wenig Vorlauf für die Produktion.

Das Robert-Koch-Institut rät insbesondere Menschen über 60, Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal zu einer Grippeimpfung. Nach Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hat die Grippe in der vergangenen Saison in Deutschland rund neun Millionen Arztbesuche ausgelöst und zu fast 2000 Todesfällen geführt.

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