Grippeimpfstoffe: Preis will Apothekenhonorar reformieren

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Da bislang nur Sanofi mit Efluelda einen entsprechenden Impfstoff im Angebot hat, warnt der Apothekerverband Nordrhein auch ausdrücklich davor, aus rein versorgungsökonomischen Gründen etwa drei Viertel der Grippeimpfstoffversorgung in der kommenden Saison durch lediglich einen Hersteller sicherzustellen. Wenn es wider Erwarten zu Produktionsverzögerungen oder sogar Totalausfällen kommt, hätte das erhebliche Auswirkungen auf eine ausreichende Anzahl an Grippeimpfungen im nächsten Jahr. „Denn nach unserer Einschätzung wäre das nicht kurzfristig durch andere Hersteller aufzufangen“, warnt Preis. „Das können wir uns vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie überhaupt nicht leisten.“

Zentrale Eckpunkte für eine verbesserte Grippeimpfstoffversorgung aus Sicht des AVNR:

  • Die seit Jahren feststehende Fix-Marge von Apothekern müsse dringend wie bei anderen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch um einen prozentualen Zuschlag ergänzt werden, damit Finanzierungs-, Versicherungs- und Warenuntergangskosten bei steigenden Impfstoffpreisen ausreichend gegenfinanziert werden könnten. Die Honorierung sei festgelegt worden, als es nur Impfstoffe im Wert von etwa 10 Euro gab. Das habe sich jetzt geändert – Efluelda kostet 40,55 Euro.
  • Die schon im Zuge der Bestellung ausgestellten Rezepte sollen von den Krankenkassen ausreichend früh, zumindest einen Monat vor Auslieferung der Impfstoffe, den Apotheken bezahlt werden.
  • Die jetzt schon vom BMG angekündigte Bundesreserve der Impfstoffe müsse früh genug an die Apotheken ausgeliefert werden.
  • Nicht verwendete Impfstoffe, die am Ende der Impfsaison in den Apotheken lagern, seien quasi die „auf eigene Kosten der Apotheken bereitgestellte nationale Impfreserve“. In diesem Jahr drohten so etwa 1 Million Impfstoffe im Wert von 10 Millionen Euro in den bundesdeutschen Apotheken wertlos zu werden. „Dies kann so nicht bleiben. Unter der Leitung des BMG müssen hier Kostenübernahmemodelle entwickelt werden. Zumal in der nächsten Impfsaison durch die steigenden Impfstoffpreise noch höhere Lagerverluste entstehen würden.“
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