Geller: Mehr Freiheiten für den Parallelhandel!

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Exportverbote, wie sie derzeit im Zusammenhang mit Engpässen als Ultima ratio diskutiert werden, sind aus seiner Sicht keine taugliche Lösung. Einerseits seien Hersteller und Großhändler ohnehin zu bedarfsgerechten Belieferung verpflichtet; darüber hinausgehende Ausfuhrbeschränkungen seien schnell europarechtswidrig. Andererseits sei eine saubere Definition, in wie vielen Apotheken Ware vorrätig sein müsse, nicht zu finden.

„Eine gesetzliche Regelung würde nicht wirklich etwas ändern“, sagt Geller und verweist auf Ungarn: Hier sei kein einziger der 1200 Einträge im Engpassregister mit Exporten oder dem Parallelhandel begründet worden. Wie schnell Exportverbote missbraucht werden könnten, sehe man dagegen in Polen: Hier seien auf der Liste schon Produkte aufgeführt gewesen, die noch gar nicht am Markt gewesen seien. Ein Deal der Politik mit der Industrie, um die gewünschten Preise zu bekommen?

Was er fordert, sind nicht weniger, sondern mehr Freiheiten für den Parallelhandel. Bei Securpharm sei man in Sachen Fälschungsschutz ganz vorne mit dabei, und erst im vergangenen Jahr habe seine Branche unter Beweis gestellt, dass sie auch bei Engpässen helfen könnte: Als hierzulande Grippeimpfstoffe knapp wurden, habe alleine Kohlpharma dank Ausnahmegenehmigung 12.000 Packungen besorgt, die in Frankreich nicht benötigt wurden. Verdient habe man daran übrigens nichts, wie er zu Protokoll gibt.

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