Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG)

E-Rezept: Patienten sollen Daten löschen können

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Die Versicherten sollen gegenüber den Ärzten, Apothekern und allen anderen Zugriffberechtigten einen Rechtsanspruch auf die Übertragung der Daten in ihre elektronische Patientenakte erhalten. „Der Anspruch dient der Unterstützung der Versicherten zur Gewährleistung der Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der elektronischen Patientenakte“, heißt es in der Begründung. Darüber müssen die Krankenkassen die Versicherten informieren.

Eingeführt werden soll das E-Rezept bundesweit im Jahr 2021. Bis Ende 2020 müssen dazu alle Apotheken an die TI der Gematik angeschlossen sein. Derzeit entwickeln verschieden Anbieter E-Rezepte. Neben dem E-Rezept-Modellprojekt Gerda in Baden-Württemberg geht in Kürze ein weiterer Testlauf der Apotheker in Berlin an den Start: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) fördert im Rahmen der Zukunftsregion Digitale Gesundheit (ZDG) ein Pilotprojekt des Berliner Apotheker-Vereins (BAV), das in Kooperation mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) umgesetzt wird.

Der DAV drängt die Politik weiterhin, seinem E-Rezept per Gesetz eine Monopolstellung einzuräumen. Verbieten will der DAV über seine Exklusiv-App dann außerdem Rx-Boni und Sonderangebote. „Nach der Vorstellung des DAV ist die Verwaltung des E-Rezepts durch den Patienten ein gesetzlich zu schützendes, individuelles Recht, das nicht, schon gar nicht durch rein monetäre Interessen, beeinflusst oder manipuliert werden darf“, heißt es auf der DAV-Internetseite „dav-app.de“. Die neutrale, wettbewerbs- und diskriminierungsfreie Ausrichtung solle ermöglichen, „dass die offizielle App der deutschen Apothekerschaft zukünftig exklusiv die staatliche Aufgabe übertragen bekommt, für alle Patienten zur Entgegennahme, Ansicht und Übergabe von E-Rezepten zu fungieren“.

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