Online-Rezepte

Ärzte: Apotheke statt Internet

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Berlin -

Der Widerstand gegen DrEd wächst: Auf breiter Front sprechen sich nun auch die Ärzte dafür aus, das Angebot der Online-Kollegen aus Großbritannien zu verbieten. Aus Sicht der FALK, einer Kooperation der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Baden-Württemberg, darf die Beratung in der Apotheke und beim Arzt nicht durch das Internet unterlaufen werden.

„Wenn Patienten ohne fundierte ärztliche Beratung Medikamente einnehmen, kann das zu schweren Schädigungen führen – zumal auch keine Beratung in einer Apotheke stattfindet, weil auch hier nur online geliefert wird“, heißt es in einer Mitteilung der FALK. Online-Diagnosen seien „in höchstem Maße unseriös und gefährlich“ insbesondere, wenn daraus Rezepte resultierten.

Der CSU-Gesundheitsexperte Johannes Singhammer hatte in einem Brief an die Bundesärztekammer (BÄK) und die ABDA um Unterstützung dabei gebeten, DrEd zu verbieten.

BÄK-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery hatte sich bereits zuvor gegen die Internet-Beratungen aus: Laut Musterberufsordnung dürften deutsche Ärzte nicht nur aus der Ferne beraten und behandeln, so Montgomery. „Dieser Behandlungsgrundsatz dient dem Schutz des Patienten.“ Angebote wie DrEd sehe die BÄK äußerst skeptisch.

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