Digitalisierung: Großer Gewinner sind die Kassen

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So weit sei es allerdings noch nicht. „Bisher müssen sich Internetunternehmen hier allerdings auf eine Rolle als Vermittler beschränken“ – die sie allerdings vor allem in zwei Bereichen ausfüllen könnten: Apothekenversandhandel und Data Analytics. So plane Amazon schon jetzt, über seine virtuellen Arztpraxen Arzneimittel zu verschreiben und sie dann auch direkt auszuliefern. „In der Konsequenz müssen alle Anbieter auf dem Gesundheitsmarkt darauf gefasst sein, dass neue Wettbewerber wie Google & Co. über kurz oder lang in ihre angestammten Reviere eindringen.“

Und sie werden sich ein großes Stück vom Kuchen sichern: Der Studie zufolge werden bis 2025 rund 8 Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitssektor auf digitale Produkte und Dienstleistungen entfallen. Auch auf die Arzneimittelpreise werde sich die Digitalisierung auswirken, vermuten die Befragten: 40 Prozent prognostizieren, dass die Arzneimittelpreise aufgrund einer „noch stärkeren Beweislast“ in Zukunft noch stärker wirksamkeitsbasiert und erfolgsabhängig sein werden. Dabei werde die Bedeutung von Daten aus klinischen Studien zugunsten von „Echtdaten“ abnehmen.

Welche Verschiebungen im Markt die neuen Player und ihre Angebote auslösen, lasse sich hingegen noch nicht seriös prognostizieren. „Niemand vermag aktuell vorauszusagen, ob die genannten Summen als Zusatzvolumina generiert werden oder Verdrängung sind beziehungsweise in welchem Verhältnis bei­ de Effekte zueinander stehen“, schreiben die Autoren.

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