Lieferengpässe

Defekt-Gipfel diskutiert Hennrich-Vorschläge

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Jetzt hat auch CDU-Arzneimittelexperte Hennrich ein paar Vorschläge zur Diskussion gestellt: Export-Verbot, Arzneimittelreserve und Generikaquote. Seit einiger Zeit verfolge er die Diskussion, sagte Hennrich im Gespräch mit APOTHEKE ADHOC, in der Sommerpause habe das Thema in vielen Regionalzeitungen eine Rolle gespielt. „Lieferengpässe sind ein komplexes Problem, dass wir jetzt angehen müssen“, so Hennrich, „meine Vorschläge dienen nur als Diskussionsgrundlage. Jeder Kann seine Ideen einbringen. Mitte September wird die AG Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Maßnahmenpaket verabschieden.“

Hennrich schlägt unter anderem vor, die Arzneimittelreserve des Großhandels für häufig defekte Arzneimittel von zwei auf sechs Wochen zu erhöhen. Vorstellen kann sich Hennrich zu diesem Zweck, die bislang freiwilligen Meldungen der Hersteller ans BfArM verpflichtend zu machen und daraus Listen von Arzneimittel mit längerer Lagerverpflichtung zu erstellen.

Beim Großhandel stoßen solche Ideen allerdings prompt auf Skepsis. Es nutze wenig, die Reserven für nicht lieferfähige Arzneimittel zu erhöhen. Außerdem wird dort auf die damit verbundenen Kosten von mehrerer Milliarden Euro verwiesen, die nicht vom Großhandel getragen werden könnten.

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