DAV-Absage: Kein Runder Tisch zum E-Rezept

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„Alle Initiativen sollten für alle Apotheken offen sein. Um jetzt nicht wertvolle Zeit in einem Wettbewerb der Plattform-Initiativen zu verlieren, sollten wir uns deshalb alle an einen Tisch setzen und den Anschluss über eine gemeinsame Branchenschnittstelle erarbeiten. Wir möchten unsere Schnittstellen für alle Apotheken öffnen und sind dazu bereits im Gespräch mit dem Bundesverband der Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (Adas). Wir fordern auch alle anderen digitalen Brancheninitiativen und alle Softwarehäuser auf, den Adas darin zu unterstützen, schnellstmöglich gemeinsam den Branchenstandard zu definieren“, so Peter Menk, Geschäftsführer von Pro AvO.

Die Initiative empfehle, dass der DAV jetzt auf alle relevanten Marktpartner zugehe, um gemeinsam Standards zu entwickeln, die von allen Patienten und in allen Apotheken genutzt werden könnten. „Damit die Apotheken vor Ort am wachsenden Online-Kanal teilhaben und um den größtmöglichen Mehrwert für die Patienten zu generieren, sollten alle Marktteilnehmer gemeinsam an einem Strang ziehen“, forderte Menk ein gemeinsames Vorgehen.

Dazu wird es jetzt nach der DAV-Absage offensichtlich nicht kommen. Denn der DAV hat mit seiner Patienten-App aktuell die Nase im Markt leicht vorne: Nach DAV-Angeben haben sich mit 8500 Apotheken 44 Prozent bereits bei der DAV-App registriert. Nach Angaben von Noweda liegt der „Zukunftspakt Apotheke“ mit knapp unter 8000 Apotheken dahinter. Die Initiative Pro AvO ist noch nicht mit einem gemeinsamen Angebot am Markt. Vermutlich wird sie mit einem Angebot auf der Expopharm nachziehen.

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