APOSCOPE

Chef, wir arbeiten im Notbetrieb Alexander Müller, 14.09.2017 10:04 Uhr

Berlin - Der Fachkräftemangel zählt zu den drängendsten Problemen in der Offizin. Doch wie ernst die Lage in der Apotheke ist, wird von Inhabern und Angestellten durchaus unterschiedlich bewertet. Bei einer Umfrage von APOSCOPE in den Apotheken weichen die Antworten zu Personalmangel, Fluktuation und Stimmung im Team voneinander ab. Viele der befragten PTA gaben an, dass in ihrer Apotheke bereits im Notbetrieb gearbeitet wird.

Dass es grundsätzlich einen Fachkräftemangel in Apotheken gibt, bestreitet fast niemand: Laut Umfrage empfinden immerhin 30 Prozent der Inhaber die Personalsituation in ihrer Apotheke als angespannt, weitere 28 Prozent zumindest teilweise. Allerdings würden auch 41 Prozent der Aussage kaum oder überhaupt zustimmen, dass die Lage schon angespannt ist.

Aber sehen das die Angestellten genauso? Bei den PTA unter den Teilnehmern der Umfrage zeichnet sich ein anderes Bild: 45,2 Prozent empfinden die Personalsituation als angespannt, weitere 21,9 Prozent teilweise. Entsprechend sind es nur 30,1 Prozent der PTA – also nur knapp jede Dritte – die ihre Arbeitsplatzsituation mit Blick auf die Mitarbeiter nicht als angespannt empfindet.

In fast jeder vierten Apotheke ist die Lage laut Umfrage noch dramatischer: 24,6 Prozent der befragten PTA gaben an, in ihrer Apotheke werde bereits „im Notbetrieb“ gearbeitet, 21,9 Prozent stimmten dieser Aussage teilweise zu. 23,3 Prozent würden nicht so weit gehen, von Notbetrieb zu sprechen, und noch einmal 24,7 Prozent sehen überhaupt keine Anzeichen von Notbetrieb. 

APOTHEKE ADHOC Debatte