Union: Zeiten für Apotheker ändern sich

, Uhr



Diskutiert wurde beim E-Health-Kongress der Unions-Fraktion auch über die vom BMG in Auftrag gegebenen und am Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik erarbeitete Studie über die neuen Gesundheits-Apps. Gröhe forderte im unübersichtlichen Markt klare Standards für Qualität und Sicherheit. „Bei mehr als 100.000 Gesundheits-Apps ist es für Bürger, aber auch für Ärzte nicht einfach, zwischen guten und schlechten Angeboten zu unterscheiden“, so der Gesundheitsminister. „Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass Produkte, die einen wirklichen Nutzen für Patienten bringen, schnell in die Versorgung gelangen.“ Für viele seien Apps ein Ansporn, etwa für eine bessere Ernährung oder mehr Bewegung.

„Für die Nutzung und Bewertung von Apps werden offizielle Orientierungshilfen benötigt“, so Dr. Urs-Vito Albrecht, stellvertretender Direktor des Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik der TU Braunschweig. In der Diskussion wurden Forderungen laut, ähnlich der Stiftung Warentest neue Apps von einer neutralen Institution bewerten zu lassen. Um zu klaren Regeln für Nutzennachweise und Kostenerstattung für Versorgungsangebote rund um Gesundheits-Apps zu kommen, müsse der Dialog zwischen Herstellern und Krankenkassen im Rahmen der E-Health-Initiative des BMG gestärkt werden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe bereits für App-Entwickler eine Orientierungshilfe für die Zulassung von „Medical Apps“ entwickelt. Es solle zu einer zentralen Anlaufstelle für Gründer und App-Entwickler in Deutschland weiterentwickelt werden, so Gröhe.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»