Union: Zeiten für Apotheker ändern sich

, Uhr



Im Mittelpunkt müsse konkreter Patientennutzen stehen. Gröhe kündigte an, den Medikationsplan rasch zum elektronischen Rezept auszubauen. E-Health und seine Anwendungen würden Spuren in der Landschaft der Heilberufe hinterlassen. „E-Health verändert die Beziehungen im System“, so Gröhe. „Dr. Google“ werde bereits heute von vielen Patienten als ärztliche „Zweitmeinung“ befragt.

Auch der Datenschutz werde sich dem E-Health-Siegeszug nicht in den Weg stellen, kündigte die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationssicherheit, Andrea Voßhoff, an. Wie jedes Medikament komme E-Health mit Wirkungen und Nebenwirkungen daher. Sie sehe den Datenschutz aber nicht als „Hemmschuh“, sondern als Chance, als Gestaltungspotenzial und als Wettbewerbsvorteil beim Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Auswirkungen sieht auch Voßhoff auf die traditionellen Beziehungen: „Das Arzt-Patienten-Verhältnis wird durch E-Health erheblich erweitert.“

In seinem Vortrag zu „Big Data“ forderte der Dekan der Medizinischen Fakultät der Uniklinik Göttingen, Professor Dr. Heyo Kroemer, die Politik auf, die Vernetzung der vorhandenen Gesundheitsdaten vordringlich voranzutreiben. „Deutschland ist bei der Datenvernetzung nicht konkurrenzfähig“, so Kroemer. Noch nicht einmal die Hälfte der in den Kliniken anfallenden Routinedaten werde genutzt. Keine Probleme sieht Kroemer zudem in der Nutzung der durch neue Apps gewonnenen Bewegungs- und Gesundheitsdaten. „Das ist eine einmalige Gelegenheit, das Gesundheitssystem weiterzuentwickeln.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»