CDU: Apothekerkammer statt Zeitarbeitsfirma

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Um den Auftrag des Senats optimal zu erfüllen, bestehe bei der Einbindung einer Zeitarbeitsfirma zudem die Gefahr, dass die Personen, die die meiste Stundenanzahl pro Woche arbeiten können, bevorzugt werden – unabhängig von ihrer Qualifikation. „Zudem ist nicht zwingend Mitarbeitern mit der Bereitschaft zu einer Volltagstätigkeit bei der Auswahl der Vorrang zu geben“, urteilt die CDU. „Dies wird den Möglichkeiten vieler Apotheker mit ausreichender Berufserfahrung nicht gerecht, die sich freiwillig gemeldet haben. Vielmehr wäre es besser, viele Apotheker einzubinden, um beim Vorliegen von weiterem Impfstoff auch schnell flächendeckend skalieren zu können.“

Bislang sind in den mobilen Teams nur PTA im Einsatz. Der Arbeitsvertrag wurde mit dem Senat Berlin geschlossen. Die Anstellung erfolgt auf Honorarbasis. Im Bewerbungsverfahren konnten die PTA eigenständige Angaben über ihre Rezeptur- und Reinraumerfahrung machen. Überprüft wurde dies nicht weiter.

Apotheker sollen in den sechs Berliner Impfzentren tätig werden – unter anderem als eine Art diensthabender Apotheker, der die Arbeitsabläufe „überwacht“. Der Arbeitsbeginn der meisten Approbierten wird erst Ende des Monats sein. Frühere Einsätze wurden seitens der Zeitarbeitsfirma nach Aussagen von Apothekern vorerst storniert.

Die Stornierung könnte auch im Zusammenhang mit dem geringen Bestand an Impfdosen stehen. Vergangene Woche zeigte sich Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci empört über die anhaltende Unklarheit im Hinblick auf weitere Lieferungen von Corona-Impfstoff. „Wir wissen ja noch nicht einmal, ob die jetzt für den 8. Januar angekündigte Lieferung zusätzlich oder nur vorgezogen ist. Und jetzt weiß die Firma Biontech offenbar auch nicht, was sie leisten, was sie liefern kann. So können wir die Priorisierung, die der Bund uns vorgegeben hat, nicht umsetzen.“

 

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