Cannabis: Kein Lieferengpass mehr

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Die Identifizierung geht mit einem Aufschlag einher, den die Apotheker nach Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) taxieren. Der Rezepturaufschlag beträgt 100 Prozent, wenn die Cannabis-Blüten vom Apotheker geprüft und an den Patienten weiter gegeben werden. Werden die Cannabis-Blüten beispielsweise zu Tee verarbeitet, beträgt der Aufschlag 90 Prozent. Hinzu kommen weitere Kosten, die im Rahmen einer Rezeptur anfallen. Entsprechend müssen die Zubereitungen nach § 4 oder § 5 Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) abgerechnet werden.

Die Details zu den Preisen für die Ausgangsstoffe werden in der Hilfstaxe geregelt; hier hatten Deutsche Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband zuletzt verhandelt. Gespräche wurden nach Angaben eines ABDA-Sprechers im Dezember geführt, aber „bislang ohne Ergebnis“. Die Abgeordneten wollten in ihrer Anfrage nun wissen, wie der aktuelle Stand der Verhandlungen sei, dass das Ziel haben, den Abgabepreis von Cannabis zu senken. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen“, so die Bundesregierung.

Ein weiteres Thema für die Abgeordneten war die – zum Zeitpunkt der Anfrage geplante – Legalisierung von Cannabis in Kanada zu Genusszwecken, die kürzlich umgesetzt wurde. Wird etwa die Versorgung gefährdet? Die Bundesregierung sieht keinen Grund zur Sorge, denn der bisherige kanadische Rechtsrahmen für den Anbau und den Vertrieb von Medizinalhanf soll auch unter der geplanten neuen kanadischen Gesetzgebung fortgeführt werden. „So soll ein getrenntes System für die Versorgung mit Cannabis zu medizinischen Zwecken aufrecht erhalten bleiben.“

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