„Ich kann Lauterbach aus dem Bundestag werfen“

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Lauterbach blickt auf einen interessanten Lebenslauf zurück. Er wurde 1963 als Sohn eines Arbeiters in Düren bei Köln geboren. Nach dem Abitur studierte er Medizin in Aachen und an der University of Texas in den USA. 1991 schloss er seine Dissertation in Düsseldorf ab. Daneben studierte Lauterbach Gesundheitsökonomie an der Harvard School of Public Health in Boston. 1998 wurde Lauterbach Direktor des neu gegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Kölner Universität.

Von 1999 bis zur Wahl in den Bundestag im September 2005 war Lauterbach Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. 2003 war er Mitglied in der Kommission zur Untersuchung der Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme, der sogenannten „Rürup-Kommission“.

Weniger bekannt ist allerdings, dass Lauterbach, der zur SPD-Parteilinken gehört, seinen Aufstieg von rechts unten nach links oben der CDU verdankt. Seine Studienzeit in den USA finanzierte die Konrad-Adenauer-Stiftung mit. Und Lauterbach war einst Mitglied der CDU: „Meine Mutter war sehr christlich“, so Lauterbach 2013 in einem Gespräch mit der Rheinischen Post. „Als ich in den USA war, habe ich mich mit Gerechtigkeitsthemen auseinandergesetzt. Irgendwann konnte die CDU die für mich nicht mehr umsetzen. Heute bin ich 100 Prozent Sozialdemokrat.“

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