Arzneimittelengpässe

Brexit: HIV-Versorgung in Gefahr? APOTHEKE ADHOC, 20.02.2019 12:46 Uhr

Der erarbeitete Notfallplan wird bereits seit Januar umgesetzt. „Der Fokus liegt auf der Lieferkette. Dies beinhaltet die Ausweitung von folgenden Leistungen in der EU und im Vereinigten Königreich: Re-Tests und Zertifizierungen von Arzneimitteln, Übertragung von Zulassungen, die im Vereinigten Königreich registriert waren, an eine EU-Einrichtung, Aktualisierung von Verpackungen und Packungsbeilagen, Änderung der Herstellungs- und Einfuhrlizenzen und Beschaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten.“

Darüber hatte GSK bereits im aktuellen Jahresbericht informiert. Das Unternehmen rechnet im Zuge der Implementierung in den nächsten zwei bis drei Jahren mit Kosten von bis zu 70 Millionen Pfund. Hinzu könnten jährlich weitere Zahlungen von etwa 50 Millionen Pfund, einschließlich Zöllen, Transaktions- und Verwaltungskosten, kommen. GSK ist jedoch zuversichtlich. „Langfristig glauben wir weiterhin, dass der Brexit keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird.“

Wie aber sollen sich Apotheken verhalten? Von Hamsterkäufen rät der Sprecher den HIV-Schwerpunktapotheken ab. Die Sorgen der Pharmabranche sind auch deshalb so groß, weil die EU-Aufsicht und -Prüfung von Medikamenten bisher in London verankert war. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) mit ihren etwa 850 Mitarbeitern zieht derzeit wegen des Brexits nach Amsterdam um.

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