Krankenkassen

BKK vor Ort schluckt BKK Hoesch

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Berlin -

Die traditionsreiche BKK Hoesch gibt es nicht mehr: Nach mehr als 150 Jahren ist die Kasse zum 1. Oktober mit der BKK vor Ort fusioniert und hat deren Namen angenommen. Mit den 56.000 Versicherten der ehemaligen BKK Hoesch kommt die BKK vor Ort jetzt auf 810.000 Versicherte und ist damit nach eigenen Angaben die drittgrößte Betriebskrankenkasse.

 

Die beiden BKKen hatten sich bereits im April eine enge Kooperation verständigt, Reinhard Brücker, Chef der BKK vor Ort, ist seitdem schon als Vorstand bei der BKK Hoesch aktiv. Er bleibt nach der Fusion Vorstandsvorsitzender, im Vorstand sind außerdem Roland Wien und Rolf Boddenberg.

Die BKK Hoesch war finanziell in Schieflage geraten und musste von ihren Versicherten zuletzt 15 Euro Zusatzbeitrag verlangen. Die hatte zu einem weiteren Mitgliederschwund geführt. Das BKK-System hatte die Fusion der beiden angeschlagenen Kassen mit einer Hilfszahlung in Höhe von 30 Millionen Euro ermöglicht. Die BKK vor Ort hat angekündigt, bis 2014 keinen Zusatzbeitrag zu benötigen.

Beide BKKen waren neben der Novitas BKK vor einem Jahr durch kleinliche Retaxationen von BtM-Rezepten aufgefallen. Inzwischen haben die Kassen aber eingelenkt und sich mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) darauf verständigt, Vollabsetzungen aufgrund von Formfehlern zurückzunehmen.

 

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