BAH: Kahlschlag bei Medizinprodukten

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Erschwerend kommt hinzu, dass auch für die benannten Stellen neue Auflagen vorgesehen sind, sodass diese in naher Zukunft erst einmal mit sich selbst beschäftigt sein dürften. Jeder vierte Anbieter habe bereits den Betrieb eingestellt, sagt Kroth. „Hier entsteht ein echter Flaschenhals.“

Noch ist unklar, wann die neuen Regeln in Kraft treten und ob sie auch für den Bestandsmarkt gelten. Ende des Jahres könnte die Verordnung verabschiedet werden, nach drei Jahren endet die Frist für die Anpassung der nationalen Ausführungsbestimmungen. Dann, so fürchtet der BAH, könnten einige Produkte und Hersteller im schlimmsten Fall vom Markt verschwinden.

Laut BAH-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Weiser ist der Markt mittlerweile rund eine Milliarde Euro schwer und damit genauso groß wie der Bereich der Phytopharmaka. Seit Ende der 1990er Jahre hätten sich die Firmen auf die neuen Regeln eingestellt – um nun erneut umdenken zu müssen.

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