Kiefer: Gröhe ist zu kurz gesprungen

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Da der Plan anfangs in Papierform ausgestellt wird und es noch keine Möglichkeit gibt, ihn in die Software zu übersetzen, sind eine Reihe von Übergangsregelungen vorgesehen: So ist in der Vereinbarung unter anderem geregelt, dass Apotheker handschriftliche Ergänzungen vornehmen dürfen. Diese sollen „auf das Notwendigste reduziert bleiben und in deutlich lesbarer Form erfolgen“. Sobald die Daten des Medikationsplans in elektronischer Form vorliegen – 2019 soll es soweit sein –, müssen Apotheker den Plan auf Wunsch des Patienten aktualisieren.

Aus Kiefers Sicht zeigt die Vereinbarung bereits deutlich die im Gesetz angelegte Schräglage: „Die Aufgaben des Apothekers sind nicht ausreichend präzisiert und die zentrale Rolle des Apothekers bei der Arzneimitteltherapiesicherheit wird nicht ausreichend anerkannt.“ Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, spätestens in der nächsten Legislaturperiode.

„Wenn es uns nicht gemeinsam gelingt, den elektronischen Medikationsplan besser als Werkzeug zur Herstellung von Arzneimitteltherapiesicherheit zu konzipieren als die Papierversion, ist das nur noch mehr Bürokratie ohne Nutzwert für den Patienten“, so Kiefer. „Das müssen wir vermeiden.“

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