Bericht des Bundestages

Arzneimittelrückstände: Keine Gefahr für Trinkwasser APOTHEKE ADHOC, 16.01.2020 13:11 Uhr

Laut Bericht werden 
insgesamt
 deutlich 
mehr 
Human¬- 
als 
Tierarzneimittel 
verbraucht. In Deutschland werden Vorkommen und Konzentrationen pharmazeutischer Wirkstoffe in der Umwelt und insbesondere in Gewässern bislang allerdings nicht flächendeckend systematisch überwacht. Stichprobenuntersuchungen und Schätzungen weisen aber auf einen Anstieg von Arzneimittelrückständen und anderen Mikroverunreinigungen in Gewässern und im Trinkwasser hin. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes (UBA) wurden 2002 in Deutschland 6200 t Humanarzneimittelwirkstoffe verwendet, 2012 lag der Wert bereits bei 8120 t, was eine Steigerung von 30 Prozent innerhalb von zehn Jahren bedeutet.

Die Arzneimittel enthalten etwa 2300 verschiedene Wirkstoffe, von denen einige wenige einen besonders hohen Anteil haben: Die fünf Wirkstoffe Metformin, Ibuprofen, Metamizol, Acetylsalicylsäure und Paracetamol machten 2012 zusammengenommen rund die Hälfte der insgesamt abgegebenen Menge an Arzneistoffen aus. Insgesamt werden zwar deutlich mehr Human- als Tierarzneimittel verbraucht, aber auch im veterinärmedizinischen Bereich werden erhebliche Mengen umgesetzt. Beispielsweise wurden 2015 in Deutschland Nutztiere mit 805 t Antibiotika behandelt. In Bezug auf Tierarzneimittel ist die Datenlage laut Bericht jedoch unzureichend, denn es werden nur die Abgaben von Antibiotika und einigen anderen ausgewählten Wirkstoffen amtlich erfasst. Schätzungen des Gesamtverbrauchs an Tierarzneimitteln bei Nutztieren seien nicht sehr zuverlässig, und aus dem Bereich der Heimtiere lägen auch keine belastbaren Daten vor.

In 
Böden, 
Oberflächengewässern 
und insbesondere
 in
 Kläranlagenabflüssen
 seien 
Arzneimittelrückstände
 in 
Konzentrationen 
von
 bis
 zu
 10
 µg/l, 
in Einzelfällen 
aber 
auch 
deutlich 
darüber 
gefunden
 worden. 
In 
einem
 Kläranlagenzulauf 
sei 
der 
Spitzenwert
 von 
492 µg/l für
 das 
Schmerzmittel 
Paracetamol
 gemessen 
worden.
 In 
den 
Oberflächengewässern, 
in 
die 
Kläranlagen
 einleiten, finde
 sich 
meist 
eine
 um
 mindestens 
die 
Hälfte 
verringerte 
Konzentration. 
In 
einigen 
Regionen, 
wie 
dem
 hessischen Ried
 und 
in 
Teilen 
Berlins 
bestehe
 Handlungsbedarf, 
weil 
Grenzwerte 
überschritten 
wurden.

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