Zuzahlungsfrei ist gar kein Ziel

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Pro Generika fordert schon lange im Sinne einer Anbietervielfalt, dass die Kassen nicht unmittelbar nach Patentablauf Rabattverträge abschließen dürfen. „Mittlerweile habe ich mich sogar mit dem Begriff der 'Schonzeit' angefreundet, weil diese in der Jagd dafür da ist, den Bestand zu sichern“, so der Verbandsvorsitzende. Heute gebe es dagegen Rabattverträge mit dem Originalhersteller vor Patentablauf. „Langfristig gesehen muss man sich klarmachen, dass man den Generikaeintritt erschwert, wenn nicht verhindert.“

Hennrich machte den Generikaherstellern wenig Hoffnung, dass die Politik an dieser Stelle aktiv werden könnte: „Eine Schonfrist halte ich für schwierig, da bin ich kein Fan von.“ Bei Biosimilars sehe die Politik durchaus das Problem des Markteintritts, mit der Quotenregelung bei Epoetin habe man aber keine guten Erfahrungen gemacht.

Hennrich kann sich aber eine „Stunde-Null-Regel“ vorstellen, bei der erst nach Patentablauf Verträge geschlossen werden können. Dass beim im Herbst anstehenden Pharmadialog „gegebenenfalls der eine oder andere Punkt ergänzt wird, halte ich für möglich“, so Hennrich. Mehr versprechen wollte der CDU-Politiker nicht.

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