Zuzahlungsfrei ist gar kein Ziel

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Der Mechanismus Festbeträge funktioniere zwar nach wie vor, so Späth. „Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem es wirtschaftlich kaum noch oder nicht mehr darstellbar ist.“ Außer mit der Abwärtsspirale bei den Preisen hätten die Hersteller mit steigenden Rohstoffpreisen und Lohnkosten sowie wachsenden Qualitätsanforderungen zu kämpfen.

Die Qualität ist aus Beckers Sicht seit Einführung der Rabattverträge schlechter geworden. Von einer mangelhaften Tablettenfestigkeit bei dem neuen Rabattpartner seiner Kasse konnte er aus eigener Erfahrung berichten. „Das ist mir zu viel Wettbewerb, wenn die Qualität auf der Strecke bleibt“, so der DAV-Chef. Stackelberg hielt dagegen, dass die Qualität „eine Frage der ordentlichen Zulassung“ sei und an anderer Stelle diskutiert werden müsse.

Hennrich glaubt ohnehin nicht daran, dass die Qualität unter der gesetzlichen Sparmaßnahmen wie Festbeträgen oder Rabattverträgen leidet: „Die Tablette wird nicht schlechter wegen eines Rabattvertrags.“ Kritischer sieht der CDU-Politiker die Reimporte, bei denen es Schwierigkeiten geben könne: „Da muss nachjustiert werden.“ Ob die Rabattverträge wiederum mitursächlich für Lieferengpässe seien, müsse die Politik untersuchen.

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