APOSCOPE-Umfrage

Apotheker rechnen mit Spahn und ABDA ab

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Die Apotheker ziehen gleichwohl ihre Schlüsse aus den neuen Gegebenheiten: Die ABDA solle nun selbst Alternativen entwickeln und der Politik Angebote machen, so die Mehrheit von 51 Prozent. Dagegen meinen nur noch 17 Prozent, die ABDA solle unbedingt am Rx-Versandverbot als Forderung festhalten. Weitere 31 Prozent wünschen sich einen radikaleren Weg: „Wir warten schon zu lange. Es wird Zeit für Protestaktionen.“ Nur vereinzelt (2,1 Prozent) Zustimmung gibt es zu der These, die Politik müsse nun liefern und die ABDA könne dann Stellung nehmen.

Insgesamt fühlen sich die Apotheker von der Politik hingehalten. Dieser Aussage stimmen 61 Prozent der Befragten Inhaber vollkommen zu, die Zustimmung insgesamt liegt bei vollen 98 Prozent. Die Inhaber sind dabei noch kritischer als ihre Angestellten.

Deutlich heterogener ist das Stimmungsbild bei einem anderen Thema, das Spahn ins Spiel gebracht hat: Sollten Apotheker Impfungen verabreichen dürfen? „Warum nicht, Apotheker können das und die Praxen werden entlastet“, meinen 26 Prozent und 16 Prozent halten es für eine unbedingt gute Idee, mit neu übernommenen Aufgaben auch neue Honorarfelder zu erschließen.

Doch es gibt auch etliche Skeptiker: 33 Prozent sehen das Impfen als Dienstleistung aus der Apotheke kritisch, weil es nicht lukrativ und möglicherweise mit Haftungsfragen verbunden sei. 13 Prozent befürchten, dass dann die Ärzte das Dispensierrecht fordern, unter den Inhabern sind dies sogar 18 Prozent. Und 12 Prozent aller Teilnehmer bringen den Personalmangel ins Spiel: An sich das ja eine gute Idee, aber wer bitte sollte diese Aufgabe übernehmen?

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