Hecken geht Homöopathie an

, Uhr aktualisiert am 29.08.2016 14:35 Uhr





Dr. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist dagegen auf Heckens Seite: „Ich unterstütze den Vorstoß des Unparteiischen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Josef Hecken. Es kann nicht sein, dass gesetzliche Krankenkassen Beitragsgelder für Leistungen verwenden, für die es keinen Nutzenbeleg gibt.“ Ohne nachgewiesenen Nutzen dürfe es keine Finanzierung durch Kassen geben.

Gassen nutzt die Gelegenheit, um Werbung in eigener Sache zu machen: „Das Geld sollte eher in die unterfinanzierten ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen der Regelversorgung fließen.“ Die „hervorragende Finanzsituation der Krankenkassen“ biete jetzt die Gelegenheit, notwendige Strukturverbesserungen bei der Regelversorgung vorzunehmen, so der KBV-Chef.

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) mahnte eine Versachlichung der Debatte an. „Diese gefährdet in unverantwortlicher Weise die Arzneimittelvielfalt und die therapeutischen Möglichkeiten. Zudem widerspricht sie dem Wunsch des mündigen Patienten“, so Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft des BAH. Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel erfüllten wie alle anderen Arzneimittel die auf europäischem Recht beruhenden gesetzlichen Anforderungen. „Ärzten, Heilpraktikern, Apothekern und Patienten sollte eine größtmögliche Vielfalt an Arzneimitteln zur Verfügung stehen“, so Kroth weiter.

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