Als DAV-Chef Becker Besuch von der Polizei bekam

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Der AOK-Chef warnt davor, mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) an jener Klausel festzuhalten, „die wiederholt das Haupteinfallstor für die Machenschaften von Hehlerbanden und Arzneimittelfälschern“ gewesen sei. „Die Interessen von ein paar Subventionsgewinnlern dürfen nicht schwerer wiegen als die Arzneimittelsicherheit. Es geht um Patienten, nicht darum, einem andauernden Problemmarkt per gesetzlicher Quote Umsatz und Gewinn zu garantieren“, so der Kassenchef.

Die Quotenförderung reizt aus Hermanns Sicht mutmaßliche Betrüger geradezu an, über lange und intransparente Lieferketten quer durch den Kontinent Arzneimittelfälschungen auf den deutschen Markt zu bringen. Ihr Geschäft sei gerade in Deutschland dank der gesetzlichen Quotenförderung besonders lukrativ. Nicht ohne Grund habe sich der Bundesrat Mitte März für die Streichung der Importförderklausel eingesetzt.

Hermann hofft, dass die die Klausel in den parlamentarischen Beratungen zum GSAV noch gestrichen wird. Zuletzt habe sich auch die Taskforce ‚Lunapharm‘ für die Streichung ausgesprochen. „Das ist ein Fall, der in aller Deutlichkeit zeigt, wie gefährlich eine bürokratische Regelung ist, die Interessen der Reimportlobby Vorrang vor der Arzneimittelsicherheit gewährt“, warnt Hermann.

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