Abgetaucht: Drängende Fragen an ABDA-Präsident

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In den Mitgliedsorganisationen wurden die Risiken dieser Strategie gesehen und auch an die ABDA zurückgespielt. Sich kategorisch nicht zum Gutachten zu äußern, bedeute im Umkehrschluss, in dieser Legislaturperiode keine Honorarforderung mehr zu stellen, mahnte etwa die Apothekerkammer des Saarlandes. Dies sei den Kollegen aber nicht vermittelbar – zumal die inhaltlichen Schwächen im 2hm-Gutachten einer Honorarerhöhung gar nicht entgegen stünden.

Im Saarland fühlt man sich von der ABDA im Stich gelassen. Der Kammervorstand bewertete es noch im April als sehr kritisch, „dass sich die ABDA weiterhin weigert, die Mitgliedsorganisationen schriftlich mit Argumenten gegen das Honorargutachten zu versorgen“. Von der ABDA wurde eine Stellungnahme verlangt.

Das Grummeln an der Basis ist Schmidt natürlich auch zu Ohren gekommen. Bei der Mitgliederversammlung will er den Unmut aufgreifen. Man könne die Sorgen und Zweifel der Mitgliedsorganisationen verstehen, heißt es bei der ABDA. Es gebe aber keinen Grund zur Sorge, „es läuft alles nach Plan“.

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